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Reunion-Treffen in Neustadt
Rund 60 Reunions-Mitglieder haben sich am 24. und 25. September in Neustadt zum jährlichen Treffen der Reunion zusammengefunden.
Das idyllische alte Städtchen Neustadt an der Ostsee kennen die meisten wohl als Kurort. Eingeweihte wissen natürlich, dass dort das in aller Welt bekannte und geschätzte Ausbildungszentrum Schiffssicherung der Deutschen Marine beheimatet ist. Und genau dort trafen sich Ende September 2006 rund 60 REUNIONs-Mitglieder, der Zusammenschluss der Informations-Wehrübenden der Deutschen Marine, zu ihrem Jahrestreffen. Dank der sprich-wörtlichen Gastfreundschaft der Marine wurde das Treffen ein voller Erfolg, zumal auch das schöne Spätsommerwetter mitspielte.
Vor dem Eintreffen der Mitglieder am Spätnachmittag waren rund 29 Crewsprecher der Einladung des REUNIONs-Vorsitzenden Volker Stein und des 2. Vorsitzenden Bernd Koller gefolgt. Es galt, eine Reihe von Tagesordnungspunkten abzuarbeiten. Noch bevor Volker Stein mit seinem Rechenschaftsbericht begann, stellte H. Peter Hemmersbach die Neugestaltung der Website der Reunion www.reunion-marine.de vor. Sie wurde auf seine Ideen und Anregungen hin von Oberleutnant zur See Auwermann vom Presse-Informations-Zentrum Marine von Grund auf verändert.
Zur Finanzlage stellte Volker Stein fest, es gebe noch Außenstände wegen säumiger Zahler. Gleichzeitig ermunterte er die Anwesenden, mehr Krawatten, Tücher und Wappen bei Herrn Dyszak in Mürwik zu kaufen, um solcherart gebundenes Kapital abbauen zu helfen. Ferner müsse die Kassenprüfung zur Entlastung von Vorstand und Kassenprüfer neu geregelt werden, da die Reunion nunmehr ein Verein geworden sei. Entsprechende Schritte seien eingeleitet worden.
Sodann ging Volker Stein auf die von der REUNION gestiftete Segelschulschiff Gorch-Fock-Medaille ein. Sie wurde am 22. Juni dieses Jahres zum ersten Mal für den/die beste/n ausländische/n Offiziersanwärter/in der Crew VII/05 an der Marineschule Mürwik vergeben. Preisträgerin ist die Französin Elève-Officier Anne-Charlotte Lecat.
Auf die Aktivitäten der REUNION eingehend, ließ der Vorsitzende noch einmal die vergangenen Monate Revue passieren. Demnach haben Vertreter der REUNION beim Wechsel des Inspekteurs der Marine teilgenommen. Einige Mitglieder der Crew 02/76 sind auf dem Schnellboot „Puma“ und andere auf der „Nordwind“ Regattabegleitung bei der Kieler Woche mitgefahren. Einige Kameraden haben auf der „Amun-Ra“ an der Großsegler-Geschwaderfahrt von Kiel nach Warnemünde teilgenommen, andere sich an einer Havarie-übung vor Rügen auf dem Tender „Donau“ beteiligt. Als besonderen Punkt hob Stein die Vereidigung der Crew VII/06 an der Marineschule Mürwik hervor und ging noch einmal auf den überaus gelungenen Marineball in Magdeburg für die Korvette gleichen Namens am 2. September dieses Jahres ein. Sowohl der Marineball als auch die Verleihung der Gorch-Fock-Medaille fanden in der Bevölkerung große Beachtung.
Beim Thema Gründung von Freundeskreisen für Schiffe und Boote
der Marine führte Volker Stein aus, es werden noch Initiatoren für
den Einsatzgruppenversorger „Berlin“ sowie die Fregatten „Bayern“,
„Schleswig-Holstein“, „Mecklenburg-Vorpommern“
und „Brandenburg“ gesucht. Außerdem, so der Vorsitzende
weiter, habe der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Nolting, angeregt,
auch über Freundeskreise für die Korvetten „Erfurt“
und „Oldenburg“ nachzudenken.
Die Intensivierung des Informationsflusses zwischen Crewsprechern und
ihrer Crew führte schließlich zu kontroversen Diskussionen.
Allgemein wurde aberdeutlich, dass beim Thema Information generell Handlungsbedarf
besteht. Auf Wunsch der anwesenden Crewsprecher wird das Protokoll künftig
allen Sprechern und den Mitgliedern, die per E-Mail zu erreichen sind,
übermittelt. Ein Vorschlag zur besseren Information untereinander
lautete, man solle sich crewübergreifend auf regionaler Ebene treffen.
Anhalt dazu biete die Regionaleinteilung im Mitgliederverzeichnis.
Das einzige akzeptierte regelmäßige Treffen habe sich seit vielen Jahren in Hamburg etabliert; in Frankfurt am Main müsse die Akzeptanz noch wachsen. Beim Punkt Verschiedenes wurde an den 50. Geburtstag des Segelschulschiffes „Gorch Fock“ und an 100 Jahre deutsche U-Bootwaffe in 2007 erinnert. Von der Hamburger Back hatte Caroline-M. Wierig den Vorschlag gemacht, zur besseren Identifizierung besonders auch der weiblichen REUNIONs-Mitglieder eine dezente Anstecknadel mit dem Wappen der REUNION einzuführen. Dieser Vorschlag fand nach eingehender Diskussion – wie zuvor in Hamburg – eine deutliche Mehrheit, auch in der anschließenden Mitgliederversammlung. Die Nadel wird laut Beschluss mit der Weihnachtspost an alle Mitglieder versandt, der Betrag von rund sechs Euro mit den Mitgliedsbeiträgen Anfang Januar 2007 eingezogen.
Das nächste Sprechertreffen wird am 29. April 2007 in Wilhelmshaven
auf dem Museumsschiff Zerstörer „Moelders“ sein. Die
30. REUNION findet vom 23. bis 25. September 2007 statt, der Ort wird
noch bekannt gegeben.
Nach getaner Arbeit gesellten sich die Sprecher zu den inzwischen eingetroffenen
REUNIONs-Mitgliedern zum Einlaufbier auf der Terrasse des Offizierheims.
Bei angeregten Gesprächen genossen alle die spätsommerliche
Stimmung, als sich der Tag neigte und die Dämmerung über der
Neustädter Bucht hereinbrach. Anregend ging es weiter beim anschließenden
festlichen Abendessen, womit die Kombüse wieder einmal ein Augen-
und Gaumenschmaus geliefert hat.
Am Montag begrüßte Fregattenkapitän Hartmut Kuntz die REUNIONs-Mitglieder in der Aula. Es folgte ein Videofilm über die U-Boot-Rettungsausbildung, bedauerlicherweise konnte der Tieftauchtopf wegen Renovierungsarbeiten nicht besichtigt werden. Im Anschluss informierten Volker Stein und Bernd Koller die Mitglieder über die Beschlüsse des Sprechertreffens.
Nach dem Mittagessen folgte eine Spezialvorführung der Brandabwehr in der Brandhalle. Hier bekommt man einen kleinen Eindruck von den Fähigkeiten unserer Marine, die von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden, weil sie nach außen hin nicht sichtbar, gleichwohl für die Marine überlebenswichtig sind. Das muss man einfach mal erlebt haben, wie es da zur Sache geht: Flammeninferno, Rauch und diese Hitze – und in wenigen Augenblicken gelöscht! Alle waren schwer beeindruckt. Ebenso von der Leckabwehr und den Ausführungen über die Rettungsmittel wie Rettungsweste, Überlebensanzug und Rettungs-insel. Nicht umsonst hat die Ausbildung hier einen derart guten Ruf, dass die Anlagen häufig ausgebucht sind. Wer nicht dabei war, hat etwas versäumt! Und weil noch etwas Zeit war, ging es zum guten Abschluss noch auf die Übungshulk Ex-Fregatte „Köln“ an der Pier.
Fazit: Die Gastfreundschaft und der Aufwand der Marine in Neustadt für die REUNION waren wieder einmal große Klasse und es bleibt nur noch, ein großes Dankeschön zu sagen.
Caroline-M. Wierig, Crew 48/05