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HESSEN ahoi
Diese Überschrift signalisiert, dass die Besatzung der Fregatte HESSEN wieder Landgang hatte. Vom 17. bis 20. September war Oberleutnant zur See Carlo Schlüter (U-Jagdoffizier auf der HESSEN) verantwortlich für eine zwanzigköpfige Reisegruppe der Fregatte, die unterwegs war, um Eindrücke von ihrem Patenland zu gewinnen.
Nach der Ankunft in Wiesbaden am Montag, dem 17. September, waren Begrüßung und anschließendes Mittagessen in der Staatskanzlei angesagt. Es folgte eine Stadtrundfahrt, die u.a. zu der berühmten Russischen Kapelle führte.
Für Dienstag, den 18.September, hatten die Organisatorinnen aus der Staatskanzlei den Besuch des Hessischen Landtages und eine Führung durch das Wiesbadener Schloss vorbereitet. Damit hatten die jungen Kameraden Gelegenheit, einen Eindruck von Vergangenheit und Gegenwart mitzunehmen, wie er in der Stadt Wiesbaden deutlich wird.
Das Präsidium des Hessische Landtages ließ es sich nicht nehmen, ihre Gäste von der Nordseeküste zu einem Mittagessen einzuladen.
Im Anschluss daran stand die Fahrt zum berühmten Kloster Eberbach auf der Agenda. Dazu gehörte die Schlenderweinprobe, was immer das gewesen ist: Jedenfalls wurden beste Rheingauer Weine verkostet.
Am Abend übernahm der Freundeskreis Fregatte HESSEN die Betreuung der Abordnung der Besatzung. Ausgesucht war dafür Weingut und Weinrestaurant mit dem Namen „Der Weingarten“ in Nieder-Walluf,, unmittelbar am Rhein gelegen. Romantik pur, wenn nicht auf der gegenüberliegenden Uferseite von Rheinland-Pfalz wachsenden Industrieansiedlungen wären.
Eine Reihe der Kameraden kannten wir von der Seefahrt mit der HESSEN im August. Wie bekannt man bei unserer Stippvisite in Wilhelmshaven sein kann, bewies die erste Frage eines Oberbootsmannes: „Ist denn auch Herr Professor Ruff hier?“ –war er leider nicht, da er weit vom Veranstaltungsort entfernt wohnt; er weiß aber jetzt, dass er gebraucht wird. Das Besondere dieses Kameradschaftsabends war die Form der Vorstellung. Zunächst einmal kamen alle anwesenden Mitglieder des Freundeskreises zu Wort. Die lebendige Präsentation erfolgreichen beruflichen Wirkens war für die jungen Kameraden wichtig, damit sie unsere Möglichkeiten und unser Wollen richtig einordnen können; unsere Mitgliederliste an Bord sei deshalb keine „Verschlusssache“. Umgekehrt hatten auch die Besatzungsangehörigen Gelegenheit, mit ihrer jeweiligen Dienstgradgruppe ihre Aufgaben an Bord der HESSEN anschaulich zu beschreiben. Schade, dass dieses abendliche Treffen nicht noch verlängert werden könnte.
Der Vormittag des folgenden 19.Septembers war der Stadt Frankfurt am Main gewidmet: Maintower, kleiner Stadtrundgang, Paulskirche, Römer. Dies alles konnte nur angerissen werden, denn der Nachmittag war schon für den ersten Teil der Rückreise eingeplant. Die Stadt Herborn, wo man sich u.a. mit der Marinekameradschaft Herborn verabredet hatte.
Vom 20.September blieb noch der Vormittag, um neue Eindrücke aufzunehmen. So ein Treffen mit dem Bürgermeistert von Homberg/Efze und eine Fahrt nach Bad Arolsen, wo man von der DLRG Bad Arolsen erwartet wurde.
Eines ist sicher: Die Pflege der Patenschaft mit der Besatzung der Fregatte HESSEN hat sich wieder bewährt. Sie zu vertiefen, wird Aufgabe der vor uns liegenden Zeit sein.