„Wir warten ab und haben volles Vertrauen!“

Mit diesen Worten beendete Konteradmiral Michael Mollenhauer, Stellvertretender Befehlshaber der Flotte, seinen überaus informativen Vortrag zur geplanten Umstrukturierung der Deutschen Marine vor den Mitgliedern der 34. Reunion im Offiziersheim Kiel am 06.06.2011.

„Maritime Sicherheit ist auch nach der Umstrukturierung der Deutschen Marine das vordringliche Ziel. Dazu gehört der Schutz der Handelschifffahrt vor Piraterie am Horn von Afrika genauso wie die Überwachung des deutschen Seeraums.“ Um diese Aufgaben bewältigen zu können stellt sich die Marine nach den politischen Vorgaben des Deutschen Bundestages auf eine verkleinerte Flotte mit weniger Personal und flacheren Hierarchien in ihrer Führung ein.

In der anschließenden Diskussion mit den Mitgliedern der REUNION wurde deutlich, dass die Bundesrepublik Deutschland als eine der größten maritimen Handelsnationen auch weiterhin seinen Beitrag zur maritimen Sicherheit leisten muss. Ob die USA in Zukunft den Hauptanteil der Kosten für maritime Sicherheit tragen können, steht nach Meinung vieler Reunionsmitglieder in Frage.

Die Mitfahrt auf der Fregatte Mecklenburg-Vorpommern war dann am 07.06.11 der zweite Höhepunkt der diesjährigen REUNION. Fregattenkapitän Demme, der Kommandant der Fregatte, zeigte u.a. durch ein gekonntes RAS-Manöver mit dem Betriebsstofftransporter Spessart den hohen Ausbildungsstand seiner Mannschaft. Überflüge der Marineflieger mit Sea King- und Sea Lynx-Hubschraubern vervollständigten das überaus informative Programm. Besonders das neue Ehremitglied der REUNION, Prof. Dr. Tido Böttcher (Crew 3/77), zeigte sich sichtlich zufrieden und kommentierte: „Die 34. REUNION war inhaltlich auf allerhöchstem Niveau. Sie gehört zu den Besten in der über 30jährigen Geschichte der Reunion.“

Bernd Koller
2. Vorsitzender der Reunion